Joachim Ringelnatz und Cuxhaven
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"Endlich ward ich aufs Personalbüro
gerufen und mit anderen Leuten zur Minenabteilung nach Kuxhaven abkommandiert"
schreibt Hans Bötticher, besser bekannt als Joachim Ringelnatz, in
seinem autobiografischen Werk "Als Mariner im Krieg".
Einen ersten Eindruck von seinem
neuen Standort beschreibt er mit den Worten: "Als wir vom Bahnhof in Kuxhaven
einmarschierten, neugierig von den Bürgern betrachtet, rief uns ein
Arbeiter zu: ,Was wollt ihr hier? Wir haben selbst nichts zu fressen!' "
"Alles in allem fühle ich mich jetzt
wohl und war zufrieden. ... Ach, ich hatte mich eben so schön eingelebt
in dem hübschen Kuxhaven mit seinen alten Bäumen; mit der Alten
Liebe', den verschiedenen Seezeichen, und ich hatte so nette Bekannte
...gefunden", schrieb der Unteroffizier Bötticher (Ringelnatz) über
seine Garnisonstadt.
Da der Minensuch-Obermaat und spätere
Leutnant Bötticher (Joachim Ringelnatz) während des 1. Weltkrieges
vier Jahre in Cuxhaven lebte, in seinen Werken ausführlich über
diese Zeit schrieb und seine Erfahrungen über Cuxhaven verarbeitete,
beschloss der Rat der Stadt Cuxhaven Ende 1983, einen Joachim-Ringelnatz-Preis
für Lyrik auszuschreiben und zu vergeben.
Text: Hans Hermann Milkert
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